Zählen Sie Unterbrechungen pro Stunde, Kontextwechsel je Tag und Lesezeit pro Nachrichtentyp. Ergänzen Sie das mit kurzen Selbstreports zur mentalen Ermüdung. So entsteht ein Aufmerksamkeitsbudget in Zahlen, das Engpässe offenlegt, Interventionen priorisiert und Führung ermöglicht, Ressourcen dort zu schützen, wo Entscheidungen tatsächlich Wert schaffen.
Erstellen Sie eine Liste aller regelmäßigen Reports, Dashboards und Verteiler. Bewerten Sie für jedes Element Nutzen, Häufigkeit und Erstellungsaufwand. Mappen Sie sie in Quadranten, um konsequent zu streichen, zu bündeln oder zu automatisieren. Diese Inventur schafft Mut zur Reduktion, weil Entscheidungen auf klaren, gemeinsamen Kriterien basieren.
Erheben Sie Volumen, Reaktionszeiten, Weiterleitungen, erwähnte Personen und Meetingdichte pro Woche. Visualisieren Sie Spitzen und Ruhezeiten. Zeigen Sie, wo Eskalationen entstehen und welche Teams chronisch überlastet sind. Diese Telemetrie schafft Transparenz, macht Fehlanreize sichtbar und liefert messbare Ziele für ruhigere, wirkungsvollere Kommunikationspraktiken.
Führungskräfte modellieren das gewünschte Verhalten: Sie senden weniger, aber klarer; sie priorisieren, bündeln, verwerfen. Sie reagieren nicht sofort, sondern begründet. So entsteht Sicherheit, weniger zu lesen, ohne Wichtiges zu verpassen. Mitarbeiter trauen sich, Kanäle zu verlassen, Benachrichtigungen zu drosseln und bessere Entscheidungen ruhiger vorzubereiten.
Etablieren Sie tägliche Fokusfenster ohne Chat, feste Review‑Slots mit vorbereiteten Memos und kurze, schriftliche Status-Updates. Diese Rituale reduzieren Ad‑hoc‑Druck, verhindern Kontextwechsel und machen Entscheidungen reproduzierbar. Laden Sie Kolleginnen ein, Erfahrungen zu teilen, abonnieren Sie unseren Newsletter und diskutieren Sie konkrete Experimente im Kommentarbereich.